Judiths Notiz-Blog

Sicherheitsüberwachung

Auf Zeit Online kommt ein guter, wenn auch recht polemischer Artikel über staatliche Überwachung und Sicherheit. Das könnte ich so gerade unterschreiben.

Google weiß alles!

Wegen Prüfungsstress mal was kleineres, aber lustiges, was ich schon vor einer ganzen Weile gefunden habe:

What google knows

Versicherungskauderwelsch

Während dem Französischlernen bin ich auf folgende Zitate aus Originalbriefen an Versicherungen gestoßen und dachte, die muss ich einfach weitergeben.

In den ersten Beiden sind Wortspiele enthalten:

“La foudre est tombée sur le habgar et a endommagé la toiture. Depuis notre mariage, c’est le deuxième coup de foudre que nous subissons.”
Übersetzt: Der Blitz ist in den Schuppen eingeschlagen und hat das Dach beschädigt. Während unserer Ehe ist das das zweite Mal, dass wir einen Blitzschlag (umgangssprachlich für Liebe auf den ersten Blick) erleiden mussten.

“Mon assureur m’avait téléphoné pour me dire qu’il m’envoyait un avenant. Le lendemain, j’ai reçu la visite d’un inspecteur de la compagnie, pas avenant du tout.”
Übersetzt: Mein Versicherer hat mich angerufen um mir mitzuteilen, dass er mir einen “avenant” (hier: Zusatzvertrag) schickt. Am folgenden Tag besuchte mich ein Inspekteur der Gesellschaft, überhaupt nicht “avenant” (hier: liebenswürdig, nett).

Die anderen kann man ohne Probleme übersetzen:

“Mein Auto hat schwere körperliche Schäden erlitten.”

“In meiner Eigenschaft als Ihr schlechtester Kunde (9 Zusammenstöße in 1 Jahr), bitte ich Sie, die Freude zu haben und meine Autoversicherung vor der Frist zu kündigen.”

“Mir fiel ein Ast auf den Kopf, als ich während der Pause ein kleines Schläfchen in der Sonne gemacht habe. Denken Sie, dabei handelt es sich um einen Arbeitsunfall?”

“Zu meiner Entlastung muss man sagen, dass der Laternenpfosten, gegen den ich gefahren bin, von der Unsichtbarkeit des Nebels verborgen war.”

“Um nach einem Diebstahl entschädigt zu werden, muss man zwangsläufig die Brüche in der Eingangstür feststellen?

“Ich habe das Auto nicht kommen sehen, und als ich es gesehen habe, habe ich nichts mehr gesehen.”

“Die indirekte Unfallursache ist ein kleiner Mann in einem kleinen Auto mit einer großen Klappe.”

“Da ich keinen Schaden erlitten habe, werden sie davon profitieren, mir nichts zu zahlen.”

“Seit mein Ehemann tot ist, gibt es keine Rindviecher mehr auf dem Bauernhof.”

“Während ich einen Hund abwehrte, der von seinem Herrchen an der Leine gehalten wurde, wurde ich von Letzterem gebissen.”

“Nach dem Unfall hat der andere Autofahrer immer wieder wiederholt: Ich habe Vorfahrt, ich habe Vorfahrt… Unter uns, das ist nichts worauf man sich etwas einbilden kann: Um Vorfahrt zu haben reicht es, von Rechts zu kommen. Das hat der erstbeste Blödmann, der vorbeikommt.”

“Herr Direktor, in meinem Bericht des Unfalls, den ich Ihnen geschickt habe, habe ich vergessen, Ihnen mitzuteilen, dass es einen Toten gab.”

“Ich folgte einem Auto, als es zu meiner großen Überraschung an einer roten Ampel anhielt.”

Quelle: http://assurland.com/assurance_blog.html?cat_id=14

Weihnachtsbeleuchtung

Das hier kam als Rundmail, und ich wollte es euch einfach weitergeben:

Der Wettlauf um die Weihnachtsbeleuchtung

Sonntag, 1. Advent, 10:00 Uhr: In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.
10:14 Uhr: Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des zehnarmigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.
19:03 Uhr: Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.
20:17 Uhr: Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.
20:56 Uhr: Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laser-Ensemble „Metropolis“, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40m-Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.
21:30 Uhr: Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.
21:50 Uhr: Der 85jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs „Varta Volkssturm“ den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.
22:12 Uhr: Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sidney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmeyer gelandet.
22:37 Uhr: Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.
22:50 Uhr: Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.
23:06 Uhr: In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23:12 Uhr betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
23:12:14 Uhr:  In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

(Verfasser unbekannt)

Im Anfang schuf Gott…

… erst einmal gar nichts, behaupten Kathrin Passig und Sascha Lobo. Aber ich will ja nicht vorgreifen: Hier das Video.

Verbesserung durch Schreibfehler?

Manchmal macht ein Schreibfehler ein Wort noch schöner, oder gibt ihm eine ganz neue Bedeutung. Peter Glaser (Blogger und Kolumnist der Stuttgarter Zeitung) hat hier seine persönlichen Top 10 aufgelistet.

Was auch immer hier geht…

Mit Wordle kann man sich eine Wortwolke der meistbenutzten Wörter erstellen lassen. Je größer die Wörter sind, desto öfter werden sie benutzt. Ich habe meinen Blog da durchlaufen lassen, und festgestellt, dass hier wohl einiges “geht”:
Wortwolke

Allgemein scheinen mir auch Menschen und Meinungen wichtig zu sein, aber so ganz bin ich mir da auch nicht sicher, oder warum würde ich sonst so oft das Wort “vielleicht” benutzen? ;)

Und wenn jemand etwas dazu sagen will, kann er gerne einfach einen Kommentar hinterlassen! ;)

Diskussion um Schöpfung oder Evolution

Gerade wird viel darüber diskutiert, ob an Schulen jetzt außer der Evolutionstheorie auch die Schöpfungsgeschichte im Biologieunterricht erwähnt werden soll. Die Diskussion kommt ursprünglich aus den USA, wo schon mit viel Polemik diskutiert wurde, inzwischen ist das Thema auch bei uns angekommen.
Im evangelischen Gemeindeblatt kam neulich ein Interview mit Gottfried Böhme zu diesem Thema, der der Meinung ist:

In der Diskussion um Schöpfung und Evolution geht es nicht nur um Wissenschaft

Er geht dabei auf einige interessante Aspekte ein, die normalerweise übergangen werden. Es lohnt sich echt, das zu lesen!

Sonett, so oder so

Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs

Sonette find ich sowas von beschissen,
so eng, rigide, irgendwie nicht gut;
es macht mich ehrlich richtig krank zu wissen,
daß wer Sonette schreibt. Daß wer den Mut

hat, heute noch so’n dumpfen Scheiß zu bauen;
allein der Fakt, daß so ein Typ das tut,
kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
Ich hab da eine Sperre. Und die Wut

darüber, daß so’n abgefuckter Kacker
mich mittels seiner Wichserein blockiert,
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.

Ich tick nicht, was das Arschloch motiviert.
Ich tick es echt nicht. Und wills echt nicht wissen:
Ich find Sonette unheimlich beschissen.

Robert Gernhardt

meine eigene Meinung zum Sonett als Sonett gedichtet ist nicht ganz so deutlich:

sonett ist nichts für mich
das kann ich dir nur sagen
verzichte drauf zu klagen
ich find die reime nich

gedichte? meinetwegen!
ob haiku oder freier vers,
ob züchtig oder doch pervers,
da hab ich nichts dagegen.

nur wenn es um die reime geht
da stürz ich in ein tiefes loch
und alles ist verloren

nur manchmal packt’s mich doch
und ich fang an zu bohren
bis etwas wie das ding hier steht

heimliche Wunden / Schattengeister

ein Gedicht, das ich gefunden habe:

Es gibt Wunden, heimliche Wunden, du
Die heilen im Leben nimmermehr zu.
Wohl geht man einher mit frohem Gesicht,
Spricht wie die anderen mit lachendem Mund.
Und wähnt sich ganz und gar gesund;
Bis einer ja an der Wunde rührt
Und man das heimliche Brennen spürt.
Es gibt solche Wunden im Leben, du,
Die heilen nie – niemals im Leben zu.

dasselbe Gefühl, nur stärker, in einem Gedicht von mir:

“die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los”

warum rief ich?
ferne gedanken
wen rief ich, wozu?
bleiche, kalte gestalten
die mich bedrängen
ich rief um hilfe!
hilfe
es kamen nur schatten
schatten, die mich halten,
umklammern, festsetzen
und ich werde sie
nicht
los

die ersten zwei Zeilen sind ein Zitat aus Goethes “Zauberlehrling”

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