Judiths Notiz-Blog

Poem

Die Bäume sind von weichem Lichte übergossen,
im Winde zitternd glitzert jedes Blatt.
Der Himmel, seidig-blau und glatt,
ist wie ein Tropfen Tau vom Morgenwind vergossen.
Die Tannen sind in sanfte Röte eingeschlossen
und beugen sich vor seiner Majestät, dem Wind.
Hinter den Pappeln blickt der Mond aufs Kind,
das ihm den Gruß schon zugelächelt hat.

Im Winde sind die Büsche wunderbar:
bald sind sie Silber und bald leuchtend grün
und bald wie Mondschein auf lichtblondem Haar
und dann, als würden sie aufs neue blühn.

Ich möchte leben.
Schau, das Leben ist so bunt.
Es sind so viele schöne Bälle drin.
Und viele Lippen warten, lachen, glühn
und tuen ihre Freude kund.
Sieh nur die Straße, wie sie steigt:
so breit und hell, als warte sie auf mich.
Und ferne, irgendwo, da schluchzt und geigt
die Sehnsucht, die sich zieht durch mich und dich.
Der Wind rauscht rufend durch den Wald,
er sagt mir, daß das Leben singt.
Die Luft ist leise, zart und kalt,
die ferne Pappel winkt und winkt.

Ich möchte leben.
Ich möchte lachen und Lasten heben
und möchte kämpfen und lieben und hassen
und möchte den Himmel mit Händen fassen
und möchte frei sein und atmen und schrein.
Ich will nicht sterben. Nein!
Nein.
Das Leben ist rot,
Das Leben ist mein.
Mein und dein.
Mein.

Warum brüllen die Kanonen?
Warum stirbt das Leben
für glitzernde Kronen?

Dort ist der Mond.
Er ist da.
Nah.
Ganz nah.
Ich muß warten.
Worauf?
Hauf um Hauf
sterben sie.
Stehn nie auf.
Nie und nie.
Ich will leben.
Bruder, du auch.
Atemhauch
geht von meinem und deinem Mund.
Das Leben ist bunt.
Du willst mich töten.
Weshalb?
Aus tausend Flöten
weint Wald.

Der Mond ist lichtes Silber im Blau.
Die Pappeln sind grau.
Und Wind braust mich an.
Die Straße ist hell.
Dann…
Sie kommen dann
und würgen mich.
Mich und dich
tot.
Das Leben ist rot,
braust und lacht.
Über Nacht
bin ich
tot.

Ein Schatten von einem Baum
geistert über den Mond.
Man sieht ihn kaum.
Ein Baum.
Ein
Baum.
Ein Leben
kann Schatten werfen
über den
Mond.
Ein
Leben.
Hauf um Hauf
sterben sie.
Stehn nie auf.
Nie
und
nie.

7.7.1941

Selma Meerbaum-Eisinger (1924-1942)

Alles hat ein Ende…

…auch das Internet:

Wobei ich eigentlich nicht wüsste, warum man mir gratulieren müsste, wenn ich das erreiche. Oder warum ich da überhaupt hinwöllte.

die Welt verändern?

Sag nicht, du könntest doch nichts ändern. Besser, du machst einen einzigen Besuch, als über mangelnde Nächstenliebe zu klagen.

Monica Maria Mieck

Der Unterschied

Ein alter Mann, der früh am Morgen am Strand entlangging, sah einen Jungen, der Seesterne aufsuchte und sie ins Meer zurückwarf. Er fragte ihn, warum er das tue. “Weil die Seesterne sterben werden, wenn sie hier nachher in der Sonne liegen”, antwortete der Junge. “Aber der Strand ist viele Kilometer lang und da liegen Tausende von Seesternen”, sagte der alte Mann. “Was macht das nun für einen Unterschied aus, wenn du von den vielen ein paar ins Meer zurückwirfst?”

Der Junge sah auf den Seestern in seiner Hand und während er ihn warf, antwortete er: “Für diesen ist es ein Unterschied, ob er leben oder sterben wird.”

Marie Hüsing 

Stille Nacht

Für die Musiker unter uns…

 Quelle: www.bratschenwitze.de

eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Ein junger Mann betrat im Traum einen Laden. Hinter der Theke stand ein Engel. Hastig fragte er ihn: “Was verkaufen Sie, mein Herr?” Der Engel antwortete freundlich: “Alles, was Sie wollen.” Der junge Mann begann aufzuzählen: “Dann hätte ich gern das Ende aller Kriege in der Welt, bessere Bedingungen für die Randgruppen der Gesellschaft, Beseitigung der Elendsviertel in den Großstädten, Arbeit für die Arbeitslosen, mehr Gemeinschaft und Liebe unter den Menschen, und…und…und…”

Da fiel ihm der Engel ins Wort: “Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen.”

(Quelle unbekannt) 

Fin-stern-is

Ich tappe im Dunkeln


Jedes Mal beim Vorbeifahren sah ich vom Auto aus die rätselhaften Buchstaben im Schaukasten einer Kirchengemeinde:
Links drei große schwarze Buchstaben: FIN und rechts, auf derselben Höhe, noch zwei weitere, ebenso groß und schwarz ein I und ein S.

Nun fangen die auch schon an, sich ausländisch auszudrücken. Aber richtig buchstabieren können sie offensichtlich nicht, und so rätselte ich eifrig weiter. FIN-IS, FIN-IS, was um alles in der Welt soll das bloß bedeuten? »Fertig«? Und wenn ja, was ist fertig?

Dass zwischen FIN und IS ein großer, gelb leuchtender Stern aufgemalt ist, das muss wohl so sein, schließlich ist es Advent. Und was wäre ein Schaukasten einer Kirchengemeinde ohne einen Stern? Ich tappe aber weiter im Dunkeln.

Tja, und dann hatte ich ihn, meinen Lichtblick, nachdem ich bestimmt schon zehnmal ohne einen solchen vorbeigefahren war. FIN-STERN-IS, natürlich, da steht das Wort Finsternis. Dunkle Buchstaben links und rechts und in der Mitte ein Stern. Ein Stern leuchtet mitten in der FIN-STERN-IS auf. Und ohne Stern ist es eben nur noch “Finis” – fertig…

Sofort drehte ich um, parkte dort an der Kirche, um auch das Kleingedruckte zu lesen, das ich vom Auto aus gar nicht erkennen konnte:

Das Licht scheint in der FIN-STERN-IS, und die Finsternis hat´s nicht begriffen.

Heiner Eberhardt
Erschienen am: 11.12.2006 auf www.jesus-online.de

Unterschätze niemals die Macht deines Handelns

Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf der High School, sah ich
ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Kyle. Es sah so
aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen. Ich dacht mir: “Warum
bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss
ja ein richtiger Dummkopf sein”. Mein Wochenende hatte ich schon verplant
(Partys und ein Fussballspiel mit meinen Freunden morgen Nachmittag), also
zuckte ich mit den Schultern und ging weiter. Als ich weiter ging sah ich
ein Gruppe Kinder in seine Richtung laufen. Sie rempelten ihn an, schlugen
ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn, so dass er in den
Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie
sie etwa drei Meter neben ihm im Gras landete. Er schaute auf und ich sah
diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen. Mein Herz wurde weich. Ich
ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und ich
sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich:
“Diese Typen sind Blödmänner”. Er schaute zu mir auf und sagte: “Hey,
danke!” Ein grosses Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln,
die wirkliche Dankbarkeit zeigten. Ich half ihm seine Bücher aufzuheben
und fragte ihn wo er wohnt. Es stellte sich heraus, dass er in meiner
Nähe wohnt, also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher nie gesehen habe.
Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule ging. Ich hätte mich
nie mit einem Privatschul-Kind abgeben. Den ganzen Nachhauseweg
unterhielten wir uns; und ich trug seine Bücher. Er war ein richtig cooler
Kerl. Ich fragte ihn ob er Lust hätte mit mir und meine Freunden am Samstag
Fussball zu spielen. Er sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende
zusammen, und je mehr ich Kyle kennen lernte, desto mehr mochte ich ihn. Und
meine Freunde dachten genauso über ihn. Es begann der Montagmorgen, und
auch Kyle mit dem riesigen Bücherstapel war wieder da. Ich stoppte ihn und
sagte: “Oh man, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal
richtige Muskeln bekommen”. Er lacht und gab mir einen Teil der
Bücher. Während der nächsten vier Jahre wurden Kyle und Ich richtig gute
Freunde. Als wir älter wurden dachten wir übers College nach. Kyle entschied
sich für Georgetown, und ich mich für Duke. Ich wusste, dass wir immer
Freunde sein werden, und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem
darstellen würden. Er wollte Arzt werden und ich hatte vor, eine
Fussballer-Karriere zumachen. Kyle war Abschiedsredner unserer Klasse.
Ich neckte ihn die ganze Zeit indem ich sagte er sei ein Dummkopf. Er musste
eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh, dass ich
nicht derjenige war der sprechen musste. Abschlusstag, ich sah Kyle. Er sah
grossartig aus. Er war einer von denen, die während der Highschool zu sich
selber finden und ihren eigenen Stil entwickeln. Er hatte mehr
Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn. Man, manchmal war ich
richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen,
dass er wegen seiner Rede sehr nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den
Hintern und sagte: “Hey, grosser Junge, du wirst grossartig sein! “Er sah mich
mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. “Danke,”
sagte er. Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an.
“Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die dir halfen diese
schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, deinen Lehrern, deinen
Geschwistern, vielleicht einem Trainer… aber am meisten
deinen Freunden. Ich sage euch, dass beste Geschenk, das ihr jemandem geben
könnt, ist eure Freundschaft. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen”.
Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an als er von dem Tag erzählte an
dem wir uns das erste mal trafen. Er hatte geplant sich an diesem
Wochenende umzubringen. Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank
ausgeräumt hat, so dass seine Mutter es später nicht tun müsste, und trug
sein Zeug nach Hause. Er schaute mich an und lächelte. “Gott sei Dank, ich
wurde gerettet. Mein Freund hat mich von dieser unsäglichen Sache bewahrt”.
Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser gut aussehende,
beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick erzählte. Ich bemerkte
wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau das
selbe, dankbare Lächeln. Niemals zuvor spürte ich solch eine tiefe
Verbundenheit.
Unterschätze niemals die Macht deines Handelns. Durch eine
kleine Geste kannst du das Leben einer Person ändern. Zum Guten oder zum
Bösen. Gott setzt uns alle ins Leben des anderen, um uns gegenseitig zu
beeinflussen, auf jede Art und Weise. Sieh das Gute in anderen.

Jetzt stehen dir zwei Möglichkeiten zur Auswahl, du kannst: diese Geschichte an
all deine Freunde weiterleiten, oder sie löschen, und so tun als würde sie
dir nicht zu Herzen gehen. Wie du siehst, ich habe Möglichkeit 1
gewählt. “Friends are angels who lift us to our feet when our wings have
trouble remembering how to fly”.
[Autor unbekannt]

schwule Pinguine?!

Laut einer Geschichte gab es im New Yorker Zoo zwei männliche Pinguine, die unztertrennlich waren. Da sie sich nicht für Weibchen interessierten, beschlossen die Tierpfleger, die beiden zu trennen, da das nicht normal sein konnte. Als die beiden getrennt waren, wollten sie nichts mehr fressen, und auch ansonsten sah es aus, als ob sie trauerten. Also ließ man die beiden wieder zusammen. Nun begannen sie, gemeinsam ein Nest zu bauen, in das sie statt einem Ei einen Stein legten. Da die Tierpfleger noch ein unbebrütetes Pinguinei hatten, tauschten sie dieses mit dem Stein aus, und die beiden Puinguine brüteten dieses Ei tatsächlich aus.

Vertrauen

Vertrauen ist wie Wasser,
das Schiffe trägt,
das den Schmutz auflöst,
das Durstige erfrischt,
das Wüsten zu Oasen macht,
das Felsen aushöhlt,
das sich in Stauseen sammelt,
das Kraftwerke speist und Strom erzeugt,
das sich bewegt, vertrocknet
und wieder als Regen zurückkommt

(Josef Dirnbeck/Martin Gutl)

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