Ich fühl mich missverstanden
Bei zwei meiner Beiträge ( die Hand geben verboten vs. italienische Kirchen und (kein) Sex vor der Ehe ) gab es in letzter Zeit neue Kommentare. Die Kommentatoren fühlen sich wohl durch meine Meinung und Aussagen angegriffen oder was auch immer, und dementsprechend klingen die Kommentare für mich auch nicht sehr freundlich und objektiv.
Ich habe immer versucht, so gut ich konnte, meine Meinung, so wie ich denke, aufzuschreiben und zu begründen. Jetzt stören sich Leute daran, können aber nicht so ehrlich sein und mir direkt sagen, dass es sie stört, dass man vielleicht auch darüber diskutieren könnte, nein, die Kommentare sind unter Nicknames, an denen man die Person nicht erkennen kann, geschrieben worden. Da frage ich mich schon, ob diese Personen überhaupt über meine Meinung diskutieren wollen oder mich einfach nur in die Pfanne hauen bzw. fertig machen wollen.
Ich weiß, ich bin absolut nicht perfekt. Ich kann mich irren, kann zickig und unsachlich reagieren, kann Fehler machen – und so was kommt öfter vor als es mir vielleicht lieb wäre. Ich versuche, jeden zu akzeptieren, wie er ist, auch wenn es mir bei einigen Leuten sehr schwer fällt. Das gebe ich ganz offen zu. Und “Superchrist”, wie ein gewisser “Atheist” behauptet, bin ich nicht, und will ich auch nicht behaupten zu sein.
Ich will mich hier nicht rechtfertigen für meine Meinung, auch wenn ich finde, dass die Kommentatoren etwas kommentieren, das ich nicht sagen wollte. Bei dem ersten Beitrag habe ich meinen Glauben mit dem meiner muslimischen Mitschülerin verglichen, bin zu dem Schluss gekommen, dass unser Glauben sehr verschieden ist und dass mir persönlich mein eigener besser gefällt. Jemand anderes kann das meinetwegen gern anders sehen. Der zweite Beitrag war vielleicht wirklich ein bisschen unsachlich – jedenfalls war er das auf jeden Fall, bevor ich mich selbst zensiert habe und den größten Teil davon wieder gelöscht habe. Bei diesem Beitrag habe ich zwei verschiedene Sachen gemischt. Das eine war, dass ich finde, dass Religion – vor allem die christliche – nur gesehen wird als das, wo Sex vor der Ehe verboten wird. Bei jedem Kirchentag, worüber sie im Fernsehen berichten, ist die erste Frage, die einem Besucher gestellt wird: Stört es dich nicht, dass Sex vor der Ehe verboten wird? Mich kotzt das seit Jahren an, dass das Ganze nur so einseitig berichtet wird. Das andere war etwas anderes, das mich ebenso ankotzt, nämlich dass das Privatleben fremder Leute ausdiskutiert wird, ob sie wollen oder nicht.
Womit wir bei meinem Verständnis von meinem Blog angelangt wären. Ich stelle hier nur Sachen rein, die ich wirklich so unterschreiben und jedem sagen könnte, auch einem zufälligen Passanten, falls mich einer fragen würde. Das ist nach meinem Verständnis nicht “mein Privatleben öffentlich gemacht”. Privat sind für mich Dinge, die ich nicht jedem sagen würde, und sehr persönliche Dinge. Entschuldigung, aber ich werde mich hüten, so was hier reinzuschreiben. Man könnte allerhöchstens in meinen Gedichten eine Spur Privatleben finden, wenn man wollte.
Dann noch etwas, was mich an einem Kommentar aufregt. Dass Christentum mit Toleranz gleichgesetzt wird, egal was da toleriert wird, auch Intoleranz soll bitte toleriert werden. Da schreibe ich jetzt meine Meinung nicht dazu, vielleicht mache ich das in einem anderen Beitrag. Nur so viel: Ich bin ganz sicher nicht so tolerant, dass ich diese Intoleranz von ———- ——– ———— tolerieren werde ohne dazu etwas zu sagen!