Damit hier auf dem Blog mal wieder was anderes passiert als Spam-Kommentare ein alter Limerick von mir, den ich wieder ausgegraben habe:
Es war ein Mann aus München
den wollten sieben andre lynchen.
In stockfinsterer Nacht
wurde die Tat vollbracht
nur die Flecken müssen sie noch übertünchen.
Ein bisschen blutrünstig, aber der Reim hat sich mir einfach aufgedrängt
geschrieben am 10. März 2009 um 15:20 Uhr von Judith
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ein Anti-iPhone-Gedicht
touchscreen soll toll sein?!
auf dem display überall
fingerabdrücke!
geschrieben am 28. Juni 2008 um 22:54 Uhr von Judith
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Weil ich gerade absolut nicht dazukomme, etwas Sinnvolles zu schreiben, kommt jetzt erst einmal etwas Blödsinn, und zwar ein paar Limericks, (die ich aber noch nicht überarbeitet habe):
es war eine frau aus niefern
die brauchte was zwischen den kiefern
sie hat pizza bestellt
ans ende der welt
doch dorthin können sie nicht liefern
zwei männer aus mühlacker
die schlugen sich sehr wacker
der eine aß quark
und wurde sehr stark
jetzt macht sich der andre vom acker
es war ne frau in vaihingen/enz
die fuhr nen nagelneuen benz
sie fuhr viel zu flott
und schon war er schrott
da sprach der schwob: “die reiche hend’s!”
geschrieben am 1. April 2008 um 21:17 Uhr von Judith
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Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs
Sonette find ich sowas von beschissen,
so eng, rigide, irgendwie nicht gut;
es macht mich ehrlich richtig krank zu wissen,
daß wer Sonette schreibt. Daß wer den Mut
hat, heute noch so’n dumpfen Scheiß zu bauen;
allein der Fakt, daß so ein Typ das tut,
kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
Ich hab da eine Sperre. Und die Wut
darüber, daß so’n abgefuckter Kacker
mich mittels seiner Wichserein blockiert,
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.
Ich tick nicht, was das Arschloch motiviert.
Ich tick es echt nicht. Und wills echt nicht wissen:
Ich find Sonette unheimlich beschissen.
Robert Gernhardt
meine eigene Meinung zum Sonett als Sonett gedichtet ist nicht ganz so deutlich:
sonett ist nichts für mich
das kann ich dir nur sagen
verzichte drauf zu klagen
ich find die reime nich
gedichte? meinetwegen!
ob haiku oder freier vers,
ob züchtig oder doch pervers,
da hab ich nichts dagegen.
nur wenn es um die reime geht
da stürz ich in ein tiefes loch
und alles ist verloren
nur manchmal packt’s mich doch
und ich fang an zu bohren
bis etwas wie das ding hier steht
geschrieben am 8. Oktober 2007 um 15:02 Uhr von Judith
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ein Gedicht, das ich gefunden habe:
Es gibt Wunden, heimliche Wunden, du
Die heilen im Leben nimmermehr zu.
Wohl geht man einher mit frohem Gesicht,
Spricht wie die anderen mit lachendem Mund.
Und wähnt sich ganz und gar gesund;
Bis einer ja an der Wunde rührt
Und man das heimliche Brennen spürt.
Es gibt solche Wunden im Leben, du,
Die heilen nie – niemals im Leben zu.
dasselbe Gefühl, nur stärker, in einem Gedicht von mir:
“die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los”
warum rief ich?
ferne gedanken
wen rief ich, wozu?
bleiche, kalte gestalten
die mich bedrängen
ich rief um hilfe!
hilfe
es kamen nur schatten
schatten, die mich halten,
umklammern, festsetzen
und ich werde sie
nicht
los
die ersten zwei Zeilen sind ein Zitat aus Goethes “Zauberlehrling”
geschrieben am 8. Oktober 2007 um 15:02 Uhr von Judith
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laue sommernacht
der wind flüstert geschichten
sehnsucht ruft nach mir
sehnsucht nach freiheit
- frei zu fliegen, zu tanzen -
hält mich gefangen
geschrieben am 14. August 2007 um 13:20 Uhr von Judith
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das hier habe ich beim Aufräumen in meinen alten Schulsachen gefunden, das habe ich wahrscheinlich aus Langeweile in der elften Klasse geschrieben:
Die Welt ist grau
die Zeit schlurft durch die Gänge
in diesem Bau
es zieht sich in die Länge
ich will hier raus
das Leben altert
vergessen von der Welt
sie wollen Nutzwert
auch wenn es nicht gefällt
wann ist es aus?
es tanzt der Staub
ansonsten rührt sich nichts
sind wir denn taub
für Wörter des Gedichts,
den Sinn daraus?
in tiefem Schlummer
apathisch traumentrückt
mit jedem Kummer
wenn einfach nichts mehr glückt
in diesem Haus
geschrieben am 18. Juli 2007 um 10:35 Uhr von Judith
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einsam zieht der bussard seine kreise
unter ihm wippt massenkonform der weizen
fern brummt die starkstromleitung
rauschen autos die landstraße hin und her
nichts rührt sich, nur ein schmetterling
kämpft flatternd mit hitzestarrer luft
weit und breit keiner, der seine schönheit sieht
geschrieben am 12. Juni 2007 um 21:08 Uhr von Judith
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während ich hier wieder sitze
und schon sehr am grübeln bin
hoffe auf die geistesblitze
habe nichts im hirn mehr drin
starre stumm auf dieses blatt
mir fällt einfach nichts mehr ein
und ich fühle mich so platt
wünschte, es könnt anders sein
die gedanken schweifen fort
dort hinaus in weite ferne
das hier ist ne sauerei
mir fehlt wirklich nur ein wort
ach, ich hätte es so gerne
doch ich komm nicht drauf -
zeit vorbei!
geschrieben am 14. Mai 2007 um 11:17 Uhr von Judith
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ich fühle mich grau
mein gesicht: grau
meine hände: grau
meine kleidung: grau
mein leben wurde grau
mein reden: grau
mein lachen: grau
mein schweigen: grau
jemand nahm einen schwamm
und wischte drüber,
wischte drüber
bis alle farbe ausgewaschen war
geschrieben am 14. Mai 2007 um 11:17 Uhr von Judith
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