Judiths Notiz-Blog

Krimi in F

Vier Freunde. Franklin, Fabienne, Philip, Sofia. Franklin: völlig verrückt: fleischfressende Topfpflanzen, findet Fanta fad, Vater Afroamerikaner. Fabienne: flatterhaft, impulsiv, viele Verehrer, Vater Franzose. Philip: versifft, viel vorm Fernseher, Fast-Food-Fan, Vater Forstarbeiter. Sofia: Philips Freundin, sanft, fröhlich, oft zaghaft, früher Fan vom Delfin Flipper. Vater verschollen. Franklin findet Fabienne fantastisch. Völlig verliebt. Fabienne findet Franklin doof.

Saufparty. Viele besoffen. Fabienne aufm Flur. Franklin folgt Fabienne, fragt vorsichtig vorformuliert… Fabienne: Vergisses, Franklin! Franklin verschwindet tieftraurig.Stromausfall, Finsternis. Vorsicht, Fabienne, Gefahr! Fehltritt. Fabienne fällt kopfüber fünfzehn Stufen. Finito.

Stromfluss funktioniert. Sofia findet Fabienne. Philip findet Sofia völlig verstört vor Fabienne. Fiel Fabienne unfreiwillig? Philip verdächtigt Franklin.

Strafverfahren. Franklin verzweifelt, verraten vom Freund. Anklageführer Fritz Frisch fachsimpelt von Affekt, phantasiert von Vorsatz. Franklins Verteidigerin, Frau von Friedrichs, findet: Unfall! Fordert demzufolge Freispruch. Viele finden, Franklin verdient Gefängnis. Fehlende Fakten, fehlerhafte Befunde. Freiheit für Franklin! Fritz Frisch: Verdammt, viel Zeitaufwand vergeblich.

Folgezeit: Sofia verschwindet rätselhaft. Nachforschungen erfolglos.

Fortsetzung folgt.

[Den Text müsste man hören, damit die ganzen v und ph auch wie f rüberkommen. Das ist jetzt zwar inhaltlich nicht so tief, aber es hat mir viel Spaß gemacht, das zu schreiben...]

haikus

sterne am himmel
sternfunkelnd die stadt; seele
im mantel der nacht

licht glänzt hell hinter
verschlossenen fenstern. ich
steh draußen allein

frei leben

[Eigentlich kann man das hier kaum als Gedicht bezeichnen. Es entstand, als mir nach mehreren Stunden Geschichte lernen der Kopf gebrummt hat. Das erklärt einiges.;)]

Freiheit des Geistes und sonst nichts von Mensch zu Mensch Unrecht auch als solches nennen dürfen ohne Furcht und ohne Fremdbestimmung über das Leben einfach nur zu sein wie man ist und zu denken wie man denkt frei zu sein nur zu sein und zu werden ohne dass sich jemand einmischt satt sein genug zu essen haben eine Familie haben Freunde Bekannte Frieden allen gehts gut ohne Angst etwas falsch zu machen aber Verantwortung tragen können aus freier Entscheidung sich auch gegen etwas entscheiden können was man nicht gut findet eine Auswahl haben und auch mal etwas anders machen können ohne gleich alles Vertraute und Gewohnte hinter sich zu lassen einen Standpunkt vertreten den man selbst gewählt hat von diesem auch wieder abrücken können wohnen wo und wie man will auch mal Pause machen können ohne gleich zu versiffen ohne dass sich die Arbeit stapelt aber auch genug zu tun haben dass man nicht einfach nur voll Langeweile dahängt eine Aufgabe finden sich engagieren Mut haben Hoffnung zeigen
lieben

unmöglich?

sekundenkleber

sekundenkleber
nützlich, doch zwecklos für ein
zerbrochenes herz

beziehungsweise

gebrochenes herz
das kittet nicht einmal mehr
sekundenkleber

(ich konnte mich für keine variante entscheiden…)

Eigentlich erstaunlich, was man alles kleben kann: Ich hab mit flüssigem Uhu sogar den Reißverschluss von meinem Rucksack repariert. Nur gibt es auch einiges, was man absolut nicht mehr kleben kann… und gerade das sind eigentlich die wichtigen Dinge im Leben… ein Glück, dass Gott heilt

zur Jahreslosung

verblühte rose
blütenblätter vertrocknet am boden
es bleiben die dornen

doch sieh:
es wächst eine knospe
die blüte von morgen
noch sieht man nichts
doch die knospe wächst
bald blüht sie wieder

aus dornenzweigen sprießen blüten
stachlige spitzen
von weichen blüten überdeckt
schönheit entsteht
rosenduft aus blütenmeer

noch ist es nicht soweit
aber die kleine knospe wächst

ein lächeln

das lächeln eines geliebten menschen
ist wie feuer im kamin
die ersten kirschbaumblüten
wie sternschnuppen in klaren nächten
warme sonnenstrahlen im gesicht
wie das blühen einer rose
ein licht in der nacht
und wie nach hause zu kommen

wegweiser

vergessen, was mich ausmacht
von mir selbst verwirrt, unverstanden
im labyrinth meines lebens
ohne überblick ohne wegweiser
nimm Du mich an die hand
führ mich durch die nacht
Du siehst weiter als ich

das hab ich gestern gefunden. wusste gar nicht mehr, dass ich das geschrieben hatte…

die haikus vom sonntag

hier die zwei haikus, die ich für die p-shuttle kreativ-aktion am sonntag geschrieben hab, noch mal zum nachlesen:

ich bin am ende
kann keinen schritt mehr, doch Du
Du trägst und hältst mich

in allem bist Du
so unbegreiflich für mich
ich kann nur schweigen

mehr haikus

Weil die Begeisterung für meine Haikus so groß war, hab ich mir gedacht, ich stell öfters mal was hier rein, was ich geschrieben hab, und mach dafür jetzt eine eigene Kategorie auf.

hier sind dann noch zwei haikus, die ich schon längers geschrieben hab:

kurz abgestempelt
in die schublade sortiert:
menschenbild fertig

deine worte sind
wie musik: heavy metal
so hart und so laut

Copyright © 2012 by: Judiths Notiz-Blog • Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Foto: Pixelio • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.